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Einführung

Portugal hat strenge Fiskalvorschriften eingeführt, um Transparenz zu gewährleisten, Betrug zu verhindern und Rechnungsprozesse zu standardisieren. Diese Regeln gelten für alle Unternehmen, die Rechnungen ausstellen, unabhängig davon, ob sie ihren Sitz in Portugal oder im Ausland haben.

Um dem portugiesischen Recht zu entsprechen, müssen Rechnungen, Quittungen und andere fiskalisch relevante Dokumente mit zertifizierter Rechnungsstellungssoftware erstellt werden und spezifische obligatorische Elemente enthalten, die von der portugiesischen Steuerbehörde (AT) festgelegt wurden.

AnforderungDetails
QR-CodeSeit 2022 obligatorisch. Jede Rechnung muss einen QR-Code mit strukturierten Steuerdaten enthalten.
ATCUDSeit 2023 obligatorisch. Eine eindeutige Dokumentenkennung, bestehend aus dem von der AT zugewiesenen Serienvalidierungscode und der fortlaufenden Rechnungsnummer innerhalb dieser Serie.
Zertifizierte SoftwareRechnungen müssen über eine Softwarekomponente ausgestellt werden, die den AT-Anforderungen entspricht.
SAF-T-BerichterstattungUnternehmen müssen regelmäßig Rechnungsdaten im SAF-T-Format melden, in der Regel monatlich, abhängig von Volumen und dem anwendbaren Steuerregime.
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)Optional bis 31. Dezember 2026. Ab 1. Januar 2027 für Nicht-EDI-Rechnungen obligatorisch.

Alle fiskalisch gültigen Dokumente müssen mindestens Folgendes enthalten:

  • Aussteller-Details, einschließlich Name, Adresse und portugiesischer NIF
  • Rechnungsnummer und -serie
  • ATCUD
  • QR-Code
  • Kundendaten, wenn erforderlich
  • Beschreibung von Waren oder Dienstleistungen
  • Mehrwertsteuersätze, -beträge und Befreiungscodes
  • Gesamtbeträge
  • Datum und Uhrzeit der Ausstellung
  • Referenz der zertifizierten Software: Processado por programa certificado n.º ...
  • Signatur- oder Hash-Informationen, sofern zutreffend
  • Alle gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise je nach Dokumententyp
  • Dokumente müssen 10 Jahre lang archiviert werden
  • Die Serie muss vor Verwendung bei der AT registriert sein
  • Bei Systemausfall müssen Unternehmen vorgedruckte Rechnungen verwenden und diese später melden
  • Nichteinhaltung kann zu Bußgeldern, abgelehnten Dokumenten oder Prüfungsproblemen führen

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